Zu welchen Orten führt der virtuelle Stadtteilrundgang?

Die vier Stationen führen zu erst die Vereinsstraße 7, wo ein Stolperstein an Henry Polles erinnert. Hier hatte auch die Familie Spitzkopf gelebt, für die noch Paten zur Finanzierung gesucht werden. Die zweite Station ist der Kleine Schäferkamp 32, ein sogenanntes „Judenhaus“. Hier wurde kürzlich auch ein Stolperstein für Frida Dannenbaum verlegt. Um die Ecke befindet sich die Schäferstraße 4, wo ein Stein an dem am 10. November 1933 ermordeten Alwin Esser erinnert. Weiter geht es zur Agathenstraße 3, ebenfalls ein so genanntes „Judenhaus“. Hier wurde kürzlich der Stein für Clara Nachum und ihren Sohn Alexander verlegt. Fünfte und letzte Station ist das Gewerbehaus in der Weidenallee 10b. Hier war von 1935 bis 1941 eine jüdische Werkschule für Tischler und Schlosser. Auf der Weidenallee erinnern Stolpersteine an Theophile und Jacob Blanari. Ab 1941 war in diesen Räumen ein Rüstungsbetrieb, der sowjetische Zwangsarbeiter einsetzte, um Munitionskisten für Hitlers Krieg zu produzieren.

Im Weidenviertel gibt es über 140 Stolpersteine. Kürzlich wurden welche für die Familie Wagner vor der Schäferkampsallee 11, Issac Cohn vor der Schäferkampsallee 18, Emma Weiland vor der Schäferkampsallee 29, Walter Tiedt vor der Weidenallee 61, die Familie von Halle in der Weidenallee 8, Ida Silberberg in der Vereinsstraße 54 oder Frida Dannenbaum vor dem Kleinen Schäferkamp 32 verlegt. Und es werden weitere Stolpersteine in der Zukunft hinzukommen.

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