Dionisio Lorenzon aus Gradisca, Italien

Zu den Opfern aus dem Zwangsarbeitslager in der damaligen Volksschule Schanzenstraße/Altona gehörte Dionisio Lorenzon. Er starb am 18. November 1944 in Hamburg.

Dionisio Lorenzon war am 5. Juli 1907 in Gradisca d’Isonzo geboren. Der Ort liegt in Oberitalien, nahe der Grenze zu Slowenien. 2019 zählte der Ort 6.414 Einwohner*innen.

Es ist nur sehr wenig über ihn bekannt. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass er am 22. Oktober 1944 in Lagerhaus F am Dessauer Ufer auf der Veddel ankam und als so genannter Bauhilfsarbeiter eingesetzt wurde.

Bekannt ist, dass er in der Firma Karl Schütt mit anderen als Zwangsarbeiter schuften musste. Vermutlich handelte es sich dabei um das Unternehmen von Carl Schütt aus der Bremer Straße in Harburg. Das Unternehmen gibt an, dass im November 1944 22 „Beschäftigte“ ums Leben kamen. Es dürfte sich dabei nicht um deutsche gehandelt haben.

Die Norddeutsche Kiefernklinik in der Eckernförder Straße, ein Lager für italienische Militärinternierte, wird als letzter Ort bezeichnet, in dem sein Tod festgestellt wurde.

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