Das Ende des jüdischen Schulwesen in Hamburg im Juni 1942, Papendamm 3

Das früheren Mädchenwaisenheim im Laufgraben 37, der Paulinenstift, wurde Ende 1941 aufgelöst. Die verbliebenden Kindern und Mitarbeiterinnen des Stifts zogen ins Waisenhaus am Papendamm 3 um.

Hier herrschte Not und Enge, da auch dieses Haus jetzt neben den Kindern alte Menschen aufnehmen mußte. Nach der Schließung der Israelitischen Töchterschule wurde es noch enger. Mehr als 70 Kinder mit ihren Lehrern und Lehrerinnen waren auf Antrag der Hamburger Schulverwaltung aus ihrem Schulhaus an der Carolinenstraße 35 vertrieben worden und wurden nirgends aufgenommen. Im hoffnungslos überfüllten »Schlößchen« drängten sie sich an fünf Vormittagen in der Woche zusammen und erhielten einen notdürftigen Unterricht. Am 30. Juni 1942 wurde auch sie von den Nationalsozialisten verboten.

Heute erinnern 39 Stolperstein an die ermordeten Schülerinnen und Schüler am Platz des damaligen Stifts, jetzt Martin-Luther-King-Platz.

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