Daniel Cohen, geboren 1935, ermordet 1944

Daniel Cohen war einer der Abgangsschüler der Israelitischen Töchterschule, der im Juli 1942 über die damalige Volksschule Schanzenstraße 103 nach Theresienstadt deportiert wurde. Da die Schule von den Nazis am 15. Mai 1942 geschlossen wurde, datierte sein Abgangszeugnis mit dem Ende der Schuljahres, zum 30. Juni 1942. 

Daniel Cohen wurde am 28.März 1935 in Hamburg geboren. Seine Eltern, Adele Tannenwald, geboren am 20. Juni 1907 und Leon Daniel Cohen, geboren am 12. August 1893, wohnten mit Daniel und seiner Schwester Betty 1935/1936 der Altonaer Altstadt in der Kleinen Papagoyenstraße 1 (die Straße gibt es heute nicht mehr). Später wurden sie gezwungen, erst in der Sedanstraße 23 und zum Schluß in der einem so genannten Judenhaus, in der Schlachterstraße 40/42 nahe beim Großneumarkt, zu wohnen

Am 19. Juli 1942 wurden Leon, Adele, Betty und Daniel mit anderen Bewohnern und Bewohnerinnen aus der Schlachterstraße 40/42 über die Schule Schanzenstraße nach Theresienstadt deportiert.

Am 28. September 1944 wurde Leon Daniel Cohens ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, am 28. Oktober 1944 waren es Adele Cohen mit Daniel und Betty. Alle vier wurden sie in Auschwitz ermordet.

Breite Straße/Ecke Kirchenweg erinnern Stolpersteine am Daniel Cohen und seine Familie.

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Am 22. Oktober 2021 wurde die Nachbarschaft zur Kundgebung eingeladen

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