Gestern, am 3. Juli 2026, haben die Schüler:innen der 4. Klassen der Ganztagsgrundschule Sternschanze an die Deportierten vom Juli 1942 über die Schule Schanzenstraße gedacht. Sie trafen sich vor der Namenstafel der Deportierten am Schuleingang Altonaer Straßen.

In Vorbereitung hatten sie Steine bemalt und zu 12 der damals verschleppten Schüler:innen individuelle Bilder erstellt.












„Das ist richtig gemein“, „Erinnern statt vergessen“, „Fuck Nazi“ oder „Nie wieder darf so etwas passieren“. Auf den Plakaten sind ganz eigene Geschichten gemalt worden, von der Deportation mit dem Zug, dem eingesperrt sein im Getto, den Wünschen von Kindern, die sich Freiheit und Frieden wünschen, den Verlust und die Trennung, von einem glücklichen Leben und den Übergang zur Verfolgung und dem bewachten Getto.

Anne von Villiez, Leiterin der Gedenkstätte der Israelitischen Töchterschule, nahm am Treffen teil. Im Torbogen der Schule Höhe Altonaer Straße kam es mit ihr und den Schüler:innen zu einer Diskussion, d.h. sie musste zu ihren Fragen etwas sagen. Ich wäre gerne dabei gewesen, musste mich aber für einen auch notwendigen Termin in Kiel entscheiden. Einige Tage vorher war sie zur Antisemitismusbeauftragten der Stadt Hamburg bestellt worden.

Neben der Bildern und gemalten Steinen der Kinder wurde an der Namenstafeln der Deportierten auch an Claus Borchardt erinnert. Est der einzige Schüler damals gewesen, der über seine Grundschule damals im Juli 1942 deportiert wurde.

Da ab dem 9. Juli 2026 in Hamburg die Sommerferien beginnen, wurde die Veranstaltung vorher organisiert. Am 15. Juli 2026, 17 Uhr, erinnern wir mit der Nachbarschaft vor der Namenstafel der Deportierten an die damals Verschleppten.
