Sprachheilschule Altonaer Straße 58

Von 1925 bis 1939 befand sich eine Sprachheilschule als eigenständige Schulform in den Räumen der Volksschule Schanzenstraße. 1925 war die Sprachheilschule aus der Schule Seiler Straße 42/Eckernförder Straße 82 in das 2. Obergeschoss und in Teile des 3. OG der Volksschule Schanzenstraße eingezogen. Wie heute war der Zugang über die Schanzenstraße und die Altonaer Straße. Damals war die Hausnummer „58“, heute ist der Eingang die Nummer „38“ in der Altonaer Straße. Die neue Nummernvergabe war ein Ergebnis der Zerstörungen der Stadt Hamburg im 2. Weltkrieg von 1943 bis 1945.

Im 2. OG befand sich am Ende des Flur die Schulleitung im Flur ein provisorisches Lehrerzimmer, 1927 wurde auch der komplette 3. Stock Sprachheilschule.

1939 zog die Sprachheillschule – mit über 200 Schüler:innen – zusammen mit der Gehörlosenschule aus der Kampstraße 58 (Karolinenviertel) – 147 Schüler:innen – in die Schule Felix-Dahn-Straße/Ecke Hohe Weide. Im Juli 1942 erfolgte der Umzug der Sprachheilschule in die Karolinenstraße 35. Dort war bis Mai 1942 die Israelitische Töchter-Schule, die der jüdischen Gemeinde von der Stadt Hamburg geraubt wurde. Schulleiter nach 1945 wurde Adolf Lambeck (NSDAP). 1984 zog die Sprachheikschulschule aus den Räumen aus. Heute befindet sich im 3. OG die Gedenkstätte der Israelitischen Töchter Schule. Das Haus gehört heute der VHS Hamburg. 1980 zog die Sprachheilschule Karolinenstraße in den Neubau in der Schule Zitzewitzstraße in Hamburg-Marienthal. Die Bezeichnung zur Bauzeit lautete auch Sonderschule Zitzewitzstraße.

2012 wurde die Sprachheilschule Zitzewitzstraße mit den Schulstandorten Heidstücken 33 (Förderschule Brucknerstraße/Heidstücken) und Fabriciusstraße 150 (Sprachheilschule Eschenweg) zusammengelegt und zum Regionalen Bildungs- und Beratungszentrum ReBBZ Wandsbek-Süd umbenannt und hat einen Standort in der Zitzewitzstraße 51.

Die Gehörloseschule aus der Kampstraße 58, zwischenzeitlich in der Schule Felix-Dahn-Straße unter der Bezeichnung „Sonderschule für Schwerhörige und Ertaubte“, zog im Juli 1942 in die Räume der Sprachheilschule in der Altonaer Straße 58 (heute 38) als „Schule für Schwerhörige“. Nach 1945 wurde Herbert Witthöft (NSDAP) Schulleiter. 1954 erfolgte der Umzug in die Münzstraße 6 (Münzviertel). 2013 erfolgte derenUmzug in das Schulgebäude am Holmbrook 20, heute die Elbschule, Bildungszentrum Kommunikation und Hören, in Othmarschen.

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