Norbert und Olga Prenzlau, Curschmannstraße 6

Vor dem Haupteingang des Volksparkstadion erinnert der HSV an Norbert Prenzlau. Er wurde mit seiner Partnerin, Olga Meyer, am 15. Juli 1942 über die Schule Schanzenstraße nach Theresienstadt/Terezin deportiert. Olga Prenzlau starb dort am 9. August 1942, Norbert einige Tage später am 1. September 1942. 

Olga und Norbert waren Förderer des HSV. Sie spenden nach Angaben des Vereins 1921 für das damalige Clubheim Einrichtungsgegenstände. Der HSV hatte die Jugendstilvilla 1921 an der Rothenbaumchaussee/Ecke Hallerstraße erworben. Das repräsentative Gebäude, das als „Burg“ oder „Löwenburg“ bekannt wurde, diente dem Verein als Geschäftsstelle und Clubhaus.

(URL auf die WebSeite des HSV-Museums)

In Begleitung des „Netzwerk Erinnerung“, (kurz Netz E), ein Zusammenschluss aus Fans und Mitarbeitenden des Vereins, trafen sich Gäste aus Italien vor dem Volksparkstadion an der Gedenktafel, in dem ab November 1943 ein Lager für italienische Militärinternierter unter der damaligen Stadiontribüne,in den Umkleideräumen, war.  

Vor  den Erinnerungstafeln für Asbjorn Halvorsen, James Lewie und Margit Zinke und Harald Tachau kam es zu einem Austausch. Die Gäste brachten ihre Traurigkeit zum Ausdruck. Im Gespräch gingen sie auf das Massaker der deutschen Wehrmacht und SS im September 1944 am Monte Grappa sowie ihrer Gemeinde ein.


Das „NetzE“ gibt es beim HSV seit Frühjahr 2016. Ziel ist es, „durch seine bildungspolitische Erinnerungsarbeit und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus diskriminierende Haltungen und Praktiken im Verein und in seiner Fanszene zu thematisieren und zu bekämpfen.“

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