Weitere Namen von Menschen, die am 19. Juli 1942 von Kiel über Hamburg deportiert werden sollten

Auf der Namenstafel der Deportierten im Eingang zur heutigen Ganztagsgrundschule Sternschanze stehen auch die Menschen aus Hamburg, die nach Theresienstadt deportiert wurden, sich aber vorher suizidierten. Sie gehören zu den Opfern des NS-Terrors und ihre Namen dürfen nicht vergessen werden.

Bei der Erstellung der Namensliste für die Tafel wurden die Menschen aus Kiel vergessen, die sich am 18. Juli 1942 um 15 Uhr in Kiel im Kleinen Kuhberg 25 einfinden sollten, um von dort nach Hamburg gebracht zu werden. Neun von ihnen trafen vorher ihre eigene Entscheidung.

NameGeburtsdatumGeburtsortStolperstein-StandortVerlegt amTodesdatum
Dr. Heinrich Haller-Munk11.01.1866Deutsch-KroneStoschstraße 1, Kiel24. April 200915. Juli 1942
Paula Haller-Munk01.10.1878BerlinStoschstraße 1, Kiel24. April 200915. Juli 1942
Dr. Wilhelm Ludwig Bruck30.10.1873BreslauEsmarchstraße 20, Kiel24. April 200909. Juli 1942
Elisabeth Bruck11.07.1870BerlinEsmarchstraße 20, Kiel24. April 200909. Juli 1942
Vera Bruck21.10.1901KielEsmarchstraße 20, Kiel24. April 200909. Juli 1942
Hugo Hahn05.07.1874BerlinSophienblatt 75, Kiel11. Juni 201217. Juli 1942
Ida Nagel01.08.1860Beuthen (Oberschlesien)Knooper Weg 140, Kiel13. August 2013unklar
Erna Tana Rumpf27.03.1880HamburgHummelwiese 1–3, Kiel01. Oktober 201418. Juli 1942
Hedwig Lunczer20.09.1859KielSchützenstraße 6, Heikendorf23. Februar 202417. Juli 1942

Es ist bedauerlich, dass diese Namen nicht auf der Tafel stehen. Als erster Schritt nehmen wir ihre Namen in unsere Namensübersicht auf. Für sie liegen in Kiel bzw. Heikendorf Stolpersteine vor ihren damaligen Lebensorten.

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